Dec 10 2007
Zwischen Zwei Stühlen
“Jede positive Veränderung, jeder Sprung auf ein höheres Bewußtseins-Niveau erfordert ein gewisses Erwachsenwerden.
Jedesmal, wenn wir eine höhere Sprosse auf der Leiter des persönlichen Wachstums erklimmen, müssen wir durch eine Phase des Unbehagens und der Einführung gehen.
Ich habe noch nie eine Ausnahme zu dieser Regel erlebt.”
[Dan Millman]
Zwischen dem Alten und dem Neuen liegt also eine gewisse Übergangsphase, in der wir ‘erwachsener’ werden - das kann ich nur bestätigen, ich habe mir oft genug etwas Neues gewünscht und es dann auch gemacht. Im Moment sitze ich z.B. gedanklich immer noch irgendwo zwischen Südafrika und Österreich. Zwei grundverschiedene Welten.
Und so ein Übergang ist nicht leicht, das finde ich auch - alte Gedanken, Überzeugungen und Gewohnheiten werden in Frage gestellt und das ruft ein gewisses Gefühl der Leere hervor, man fängt an zu schwimmen manchmal.
Auch ich mag das nicht sonderlich. In so einer Übergangsphase ist der erste Impuls ja immer, alte Gewohnheiten beizubehalten, eben weil sie vertraut sind. Aber ich weiß, daß diese Übergänge zum Veränderungsprozess dazugehören … also stehe ich das Unbehagen durch, bis dieser Wechsel abgeschlossen ist.
Bei Veränderungen muß man viel loslassen was vorher wichtig war, und Neues zulassen … sich selbst vertrauen, daß die neue Realität sich schon richtig entfalten wird.
Warum vergißt man das so leicht, wenn man zwischen zwei Stühlen sitzt?







Lieber Berend, habe ich deinen letzten Beitrag mit einem Wort beantworten können, würden für diesen 1000 nicht ausreichen, weil er viel in mir bewegt. Einige meiner letzten Jahre spiegeln sich in deinen Worten. Und angestoßen hast du mich auch besonders mit deiner Frage, wie ich sie auch oft stelle und bemerke, daß sie eigentlich keine Antworten erwarten. Es ist immer nur eine Frage die zu einer nächsten führt, aber irgendwie habe ich das Gefühl, eine letzte Frage will ihre Antwort. Optimistisch stimmt mich, daß selbst wenn ich 200 Jahre alt würde, erst einen Bruchteil aller Fragen dazu gestellt haben könnte. Es ist darin auch meine Faszination der unvorstellbaren Fülle auf diesem Planeten. Deine Offenheit hat meine Gedanken so sehr angestoßen, daß ich nicht mehr schlafen konnte. Und das find ich toll. Ich danke dir für diese schlaflose Nacht.
Wie recht Du hast, es ist wie beim berühmten Leiterlispiel, das Dumme ist nur, je höher Du kommst, auf Deinem Spirituellen Weg, umso tiefer kannst Du Fallen. Das schöne am ganzen ist, es geht uns allen so und wenn Du ein mal auf dem Weg bist, kommst Du immer wieder auf den Weg zurück. Ich denke wir werden, sogar darauf gestossen. Da Deine Seite “Kompass” heisst, musst Du nur diesen, immer neu auf Dein Ziel ausrichten.
Ich wünsche Dir einen schönenTag
Gruss zentao
Nachtrag;
Hallo Berend,
Ich habe eine Seite “Spezielle Blogs” da habe ich Deinen Blog, vorgestellt und verlinkt. Ist das O.K.
Gruss zentao
Natürlich - vielen Dank, Zentao. Vielleicht willst du mich auch noch auf deiner Blogroll als ‘Berend Lange’s KOMPASS’ eintragen.
Ganz prima, ich war auch schon da und habe mich auf deinem Blog umgesehen - interessant !
Hallo Berend,
na, ein Beitrag grad wie extra für mich geschrieben
Das Loslassen von dem, was vorher wichtig war und einem auch am Herzen hing - das tut erstmal weh. Aber man tut’s ja, weil man “mehr” möchte … weil da so eine große innere Sehnsucht, ein Ziehen ist … und die innere Stimme ganz klar sagt: es GIBT mehr für Dich!
Die Leere, die dann erstmal folgt, bis sich das Neue zeigt … die ist schwer auszuhalten. Da kommen die Zweifel zum Schmerz hinzu … war’s richtig? Wäre es nicht doch besser gewesen alles beim Alten zu lassen?
Aber ich weiß jetzt: selbst wenn man umkehrt zu dem, was war - die Sehnsucht lässt einen nicht mehr los, und man probiert es immer und immer wieder. Bis man es schafft, über die “kritische Phase” hinwegzukommen - und belohnt wird.
DA bin ich mir ganz sicher …
Herzliche Grüße aus Düsseldorf, Ulrike
[…] in Zeiten, wo wir uns in Übergangsphasen befinden - Berend hat das so treffend die Zeit “zwischen zwei Stühlen” genannt. Man hat sich auf den Weg gemacht, ist seiner Sehnsucht nach “mehr” […]