Apr 18 2008
Wie mache ich das?
Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen meiner KOMPASS-Leser : Wie mache ich das?
Wie kann ich mehr erreichen? Wie kann ich meine Wünsche endlich verwirklichen? Wie finde ich meinen Frieden? Wie kriege ich meine Gefühle in den Griff? Wie kann ich mehr Freunde oder mehr Geschäft finden? Wie kann ich ein glücklicheres Leben führen?
Ich mache das selbst ja auch immer wieder … stelle die Frage nach dem ‘Wie?’ - obwohl ich es besser wissen sollte, denn ‘Wie?’ ist die falsche Frage in diesem Zusammenhang!
Die richtige Frage hier ist : ‘Was?’
‘Was’ will ich letztendlich wirklich erreichen? Solange wir uns Mittel und Wege wünschen und sie mit dem Ziel verwechseln rennen wir nur im Kreis herum.
Wenn du über das ‘Wie?’ nachdenkst, dann versuchst du unbewusst immer deinen Willen und deine bewussten Vorstellungen durchzusetzen - du versuchst zu kontrollieren, etwas anzuleiern, umzusetzen und in bestimmte Bahnen zu lenken … dem natürlichen Gang der Dinge deinen Willen aufzudrücken. ‘Wie’ baut Beschränkungen auf, schafft Grenzen, schließt Türen für Erstaunliches und macht dich blind für das Wunder des Lebens.
Versteh’ mich nicht falsch : ‘Wie’ ist genau die richtige Frage, wenn du bei der Arbeit ein bestimmtes Projekt umsetzen oder einen Urlaub buchen, einen Kuchen backen oder eine Feier planen willst. ‘Wie’ erstellt To-Do-Listen und arbeitet sie ab.
Aber wenn du dich mit den tiefgehenden, grundlegenden Fragen des Lebens auseinandersetzt und dich im Geist schöpferisch betätigst, dann ist die Frage nach dem ‘Wie’ eher ein Hindernis als eine Hilfe. Wenn du also kreativ bist, durch Ideen etwas Neues in deinem Leben entstehen lässt im Bereich der Kunst, Literatur, in Beziehungen oder auch im Beruf - dann musst du über das ‘Was’ nachdenken.
Warum?
‘Wie’ blockiert die Wahrheit, wenn es um diese tiefgehenden Fragen des Lebens geht. Es gibt keine Tricks, die du mit dem Verstand lernen kannst, um deinen Frieden zu finden - auf der Suche nach Methoden verlierst du deinen Frieden, deine Verbindung zum Wesentlichen. Es gibt keinen Schalter im Kopf, den du drücken kannst um loszulassen, zu entspannen, die Kontrolle aufzugeben, mit der ewigen Analyse aufzuhören - die Jagd nach dem Knopf lenkt deine Gedanken nur noch mehr ab.
Immer wenn ich Ratsuchenden empfehle aufzuhören, so hart an sich zu arbeiten, zucken sie zusammen : “Ich habe immer hart gearbeitet, in der Schule und im Beruf - und ich habe es ganz schön weit gebracht damit, Erfolg gehabt, viel erreicht.”
Ja, so ist es uns beigebracht worden und es stimmt ja auch - mit unserer typisch deutschen Einstellung zu Fleiß und Arbeit (jedenfalls wenn man relativ altmodisch ist wie ich) leben wir eben so und sind ziemlich erfolgreich. Aber ‘Wie’ erzeugt eben immer auch harte Arbeit und Anstrengung.
Wir sind überzeugt davon, dass wir mehr erreichen könnten, wenn wir uns nur noch etwas mehr anstrengen würden. Harte Arbeit ist tatsächlich eine gute Sache und hat noch niemandem geschadet - aber es gibt eben einige Dinge, die man mit harter Arbeit nicht finden und erreichen kann : Friede, Stille, sich Selbst zum Beispiel. Diese Dinge sind schon da und je mehr man sich anstrengt, sie zu finden, desto weiter scheinen sie sich zu entfernen - sie verhalten sich wie Wasser in der offenen Hand, das man mit seiner Faust festhalten will.
Die nächste Frage, die KOMPASS-Leser dann meistens stellen ist : “Wie höre ich auf, so hart an mir zu arbeiten?”
Herzhaftes Gelächter - da ist sie wieder, die Frage : ‘Wie mache ich das?’ Ja, wie höre ich auf, bei der falschen Gelegenheit nach dem ‘Wie’ zu fragen?
Ich kann das nicht beantworten, nur etwas vorschlagen :
-
Sei neugierig - was würde passieren, wenn ich aufhöre, immer wieder mehr zu versuchen? Wer versucht hier eigentlich immer, und wer will aufhören zu versuchen?
-
Sei offen - bin ich offen für die Möglichkeit, mal weniger hart an mir zu arbeiten? Einfach loszulassen? Nur offen für die Möglichkeit.
Lass’ dir Zeit. Wirklich, du hast nichts zu verlieren.





Lieber Berend,
wie soll ich das nun in wenigen Worten kommentieren?
Leute fragen mich das auch ständig und wenn ich ihnen dann antworte “sei” einfach,
dann sehe ich tausend Fragezeichen in ihren Gesichtern…..
Sei Du selbst und lege die erlernten Einstellungen anderer ab.
Wenn Du glaubst, dass Du hart arbeiten musst, dann gestaltest Du Dir genau diese Realität und Du wirst auch genau diese Erfahrung im Leben machen.
Wie mache ich es, dass ich nicht hart arbeiten und trotzdem erfolgreich und zufrieden sein kann wird auch oft gefragt.
Hinterfrage zunächst hier Deine Einstellung zu der Sache, glaubst Du, dass Du mit einer Arbeit, die Du mit Liebe und aus Deinem Herzen heraus tust, sozusagen mit “wenig” Arbeit und viel Spass Deinen Unterhalt verdienen kannst?
Nein?
Da siehst Du das “Problemchen”, du “bist” nicht was Du Dir wünscht, Deine Einstellung, bzw. das Gefühl passt nicht zu Dir, somit kommt auch in der “Realität” nicht das gewünschte Ergebnis an.
Realitätsgestaltung ist quasi dieser Satz:
Sei was Du sein willst und die Realität setzt es um.
Dabei sollte Dein Herz, Dein Verstand und Deine Worte dieses auch ausdrücken.
Wie bei den Bestellungen beim Universum funktioniert es nur, wenn Du quasi den Zustand den Du Dir wünscht innerlich schon erreicht hast.
Am Beispiel der freien Parklücke schaffen das viele, hier können viele sich noch vorstellen, dass es wirklich so ist.
Bei anderen Themen machen wir uns aber selbst einen Strich durch die “Bestellung”, indem wir im Kopf oder Herz Widersprüche wahrnehmen.
Also löse zuerst diese Knoten auf und “sei” was Du Dir wünscht.
Viele von uns bauen eine Vorstellung auf von der Existenzsicherung durch harte Arbeit.
Dies ist eine “gefährliche” Spirale bzw. Kreis, in dem wir dann mit der Einstellung
“Ich kann meine Existenz nur mit harter Arbeit sichern”
unsere Realität gestalten.
Dadurch bekommen wir an vielen Beispielen im Leben genau die Erfahrung, die uns bestätigt, ja meine Existenz ist nur sicher wenn ich hart arbeite.
Das schlimmste hierbei ist, dass wir somit ja immer Bestätigungen für unsere Einstellung bekommen und durch diese Bestätigungen noch stärker an unsere Einstellung glauben.
Die Spirale schraubt euch somit runter!!!
Wenn wir dann nach vielen Jahren völlig zermürbt sind von der harten Arbeit für das pure Überleben, dann wollen wir ausbrechen und wünschen uns einen neuen Job, mehr Gehalt usw.
Aber selbst wenn ihr mit dieser Einstellung und viel harter Arbeit ein finanzielles Polster aufgebaut habt, vielleicht sogar Wohlstand erreicht habt, dann kommt da immer ein schlechtes Gefühl auf, sobald ihr mal zur Ruhe kommt und nichts tut, oder?
Tja das sind Eure Instinkte, denn denen habt ihr mit eurer Einstellung zu verstehen gegeben, dass eure Existenz von harter Arbeit abhängt.
Die Instinkte sind dumm und erkennen nicht, dass ein dickes Bankkonto die Existenz sehr lange sichert.
Ihr selbst habt sie darauf “programmiert”
Nur mit harter Arbeit sichert ihr eure Existenz!
Und die Instinkte springen immer dann an, wenn es ums nackte Überleben geht und die können dabei ganz schön penetrant sein.
Dabei ist das schlechte Gefühl einfach nur die Botschaft der Instinkte was zu ändern, damit deine Existenz gesichert ist und bleibt.
Viele verzweifeln irgendwann und sagen dann:
“Lieber Gott womit habe ich es verdient so hart arbeiten zu müssen um meinen Unterhalt zu sichern”.
Die Antwort wollen die meisten dann nicht hören, aber sie ist naheliegend, ihr wolltet es so, ihr habt es doch geglaubt, dass es nur so geht, ihr habt es selbst erschaffen!
Wenn ihr das einmal verstanden habt, dann fragt ihr euch sicherlich wie breche ich aus dieser Spirale (diesem Kreis) wieder aus….
Ganz einfach ändert eure Einstellung zu der Existenzsicherung!!!
Einfacher gesagt als getan???
Wieso eigentlich, das tut ihr doch täglich, wenn ihr etwas als wirkungslos oder falsch beurteilt.
Setzt einfach da an wo ihr Bestätigungen dafür bekommt, dass eure Einstellung nicht zeitgemäß ist.
Im hier und jetzt!!!
Wie, was, wieso??? -Denkt ihr jetzt bestimmt-
Es ist doch aber genau so, denn ich bekomme es doch ständig bestätigt im “wirklichen” Leben.
Ja ok, dann rennt weiter im Kreis….
alle anderen lesen bitte weiter
Zumindest für die deutschen Leser habe ich eine frohe Botschaft, in Deutschland muss dank unseres hervorragenden Sozialsystems keiner mehr verhungern, verdursten, erfrieren oder auf der Straße schlafen!
Wie das in Österreich und der Schweiz ist entzieht sich leider meinem Wissensstand!
Übernehmt diese Einstellung und macht euren Instinkten klar, dass dies das wirkliche Leben ist und eure Instinkte werden sich beruhigen.
Glaubt es, denn es ist wirklich so!!!
Ist eure Einstellung erst einmal auf dem “aktuellen” Stand, dann wird vieles einfacher.
Die schlechten Gefühle verschwinden und ihr könnt euch zurücklehnen und das Leben genießen.
Ja die Instinkte machen euch sogar positive Gefühle, geil oder?
Das klingt euch zu einfach?
Tja das Leben ist einfach und einfach genial
Ok ein kleiner Wehrmutstropfen zum Abschluss, es gibt noch viele Einstellungen aus anderen Bereichen, die uns über unsere Instinkte schlechte Gefühle machen, aber seht es positiv, auch hier können wir unseren Instinkten klar machen, dass diese längst alle erfüllt sind
Über Fragen und Anregungen freue ich mich.
In Liebe Euer
Chris
[…] Nichts verkehrt mit Träumen - alle Schlösser werden so gebaut. […]