Mar 15 2008

Steve Pavlina : Beobachtung ist Kreativ 2

Beobachtung ist kreativ     Auf vielfachen Wunsch hier jetzt also der ergänzende Teil 2 zu meinem letzten Beitrag über Steve Pavlina’s englischen Artikel ‘Creative Observation’.

     Es geht darum, daß viele Menschen Schwierigkeiten mit der Manifestierung ihrer Absichten haben und das Gesetz der Anziehung für sie scheinbar gar nicht oder noch nicht funktioniert. 

     Im ersten Teil haben wir festgestellt, woran das laut Steve Pavlina liegt : nämlich daran, daß wir fast immer nicht nur das aussenden, was wir uns wünschen, sondern gleichzeitig und unbeabsichtigt auch das, was wir nicht möchten - das letztere sogar meist viel mehr als das erste.

     Das liegt daran, daß wir zwangsläufig dauernd mit unserer realen Situation konfrontiert werden und sie daher bemerken und beobachten - und diese Beobachtung ist kreativ, sagt Steve … d.h. wir beabsichtigen unbewußt, daß unser momentan beobachteter Zustand sich fortsetzt, egal ob er positiv oder negativ ist : wir manifestieren ja das, an was wir am meisten denken. 

     Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus, wenn der momentan beobachtete Zustand nicht gewünscht wird?

     Wie kann man seine reale unerwünschte Situation vergessen oder ignorieren - die man ja schon manifestiert hat und nicht wieder rückgängig machen kann - um nur noch an sein positives Potential zu denken … das, was man möchte?

     Das kann man eben nicht - die manifeste Realität leugnen und einfach flüchten klappt nicht.

     Aber man kann seine Realität zunächst akzeptieren und dann anders betrachten als bisher!

     Und das ist der Knackpunkt, sagt Steve!

     Wir betrachten ja alles mit einer gewissen Voreingenommenheit. Der Blickwinkel, den wir wählen, ist in unseren Überzeugungen verwurzelt, aber vereinfacht kann man sagen, daß wir alles entweder negativ, neutral oder positiv betrachten.

     Wenn wir uns also unsere unerwünschte Realität ansehen, dann tun wir das immer mit der Erwartung, daß sie sich entweder noch weiter verschlechtert, stabil bleibt oder verbessert. Meistens ist uns das nicht bewußt, aber dieser Einfluß ist doch immer vorhanden.

     Welche dieser drei Varianten macht am meisten Sinn, wenn wir etwas positiv verändern wollen? Die positive Betrachtungsweise natürlich. Immer wenn wir eine positive Absicht manifestieren wollen müssen wir unsere momentan negative beurteilte Situation so positiv wie irgend möglich betrachten.

     Wenn wir sie negativ oder neutral beurteilen verschwenden wir unsere Zeit, sagt er - dann wird sie schlimmer oder bleibt stecken, wo sie ist. Eine positive Einstellung zu unserer jetzigen Situation ist absolut unerläßlich!

     Glücklicherweise gibt es tatsächlich auch immer etwas Positives an jeder negativen Situation - egal wie übergewichtig, pleite, einsam oder gelangweilt man ist, es gibt immer noch Hoffnung. Es gibt immer die Möglichkeit, eine Situation oder gar eine Krise umzukehren … selbst wenn pures Glück oder ein blöder Zufall der einzige Hoffnungsstrahl ist, den man noch hat.

     Und diese Hoffnung ist das Mindeste, was man als positive Erwartungshaltung einnehmen kann. Meistens entdeckt man jedoch noch viele andere positive Seiten an seiner Realität, wo man ansetzen und Verbesserung erzielen kann.

     Steve hat das getestet, sagt er - und festgestellt, daß es wirklich funktioniert. Immer wenn ihm etwas an seiner Realität nicht gefällt akzeptiert er zunächst, daß es so ist und sucht dann nach allen Anzeichen, die irgendeine Besserung versprechen … auch wenn sie noch so winzig sind … und konzentriert sich darauf.  

     Er versucht regelrecht, der Realität mental eine positive Drehung zu geben und sucht andauernd nach selbst kleinsten Anzeichen, daß seine ungewünschte Situation sich irgendwie positiv entwickelt und verbessert.

     Beobachtung und die Art deiner Beobachtung ist kreativ - sie entwirft, gestaltet und erschafft deine Realität. 

     Diesen Beitrag kann man auch in diesem Forum diskutieren.

6 Responses to “Steve Pavlina : Beobachtung ist Kreativ 2”

  1. Chrison 15 Mar 2008 at 7:31

    Hallo Berend,

    klasse zusammengefasst!!!

    Hatte gestern meine erste Glücksberatung, die gibt es für Mitfahrer bei mir immer gratis. ;-)

    Und nachdem ich die Zusammenhänge erläutert habe, ist diese Person auf ganz viele Situationen gekommen, die sie sich selbst verbaut hat durch ihre negative Beurteilung.
    Beispiel shoppen, ok es war eine Frau ;-), aber sie ging immer zum shoppen mit der Erwartungshaltung
    “Ich finde doch eh nichts was gut an mir aussieht.”
    Natürlich hat das auch geklappt, sie fand nichts. :-(

    Sie hat das dann für sich selbst mal umformuliert, konnte aber nicht direkt zu positiv werden, denn die Angst enttäuscht zu werden war doch zu groß.
    Ich hab sie dann fühlen lassen, wie schön es wäre ein echt tolles Kleidungsstück zu finden und nun war sie sich sicher, dass es auch funktioniert.

    Bestellungen beim Universum kannte sie, da muss wohl gerade was im Fernsehen darüber gekommen sein, naja jedenfalls hat sie nun realisiert, dass sie durch ihre negativen Erwartungen sich die negativen Auswirkungen auch bestellt hat und wird das sofort mal ausprobieren.

    Ich find es toll, wenn Leute sich dem Glück zuwenden.
    Plötzlich realisieren sie, wie toll das Leben eigentlich ist und man sich nur auf das positive besinnen muss.
    Man achtet dann mehr auf das positive und langsam, aber stetig kommt die positive Veränderung in dein Leben.

    Also Leute WEG VON der neutralen und negativen Sicht der Dinge!
    HIN ZU den positiven Aspekten und zwar immer!!!

    Eine glückliche Zeit
    Chris

  2. Menachemon 15 Mar 2008 at 23:32

    Hallo Berend, das meiste von Steve in so wenige Sätze wie in deinem Beitrag hier hinzubringen ist schon klasse.
    Was ich persönlich nicht so sehr an diesen Dingen mag, ist, wenn Steve alles als fertigen Leitfaden präsentiert. Natürlich gibt es im übertragenen Sinne Bestellungen an das Universum. Sie können aber nicht ganz einfach formuliert werden: Schick mir einen freien Parkplatz. So funktioniert das nicht.
    Ich glaube, das sich dies alles aus eigenen Entwicklungsprozeßen ergibt, die durchlebt werden müssen, zu denen man angestoßen werden muss, man selbst auch nun bereit ist, sich Veränderungen und neue Sichtweisen offen zu stellen.
    Dann, so glaube ich weiter, bedarf jeder Mensch dieser Gedanken auch seiner eigenen Übersetzung, in der es selbst versteht.
    z.b. im negativen etwas positives zuseh n.
    Mir ist das erst möglich geworden, als ich ganz unten war. Ganz unten stellte ich mir dann die Frage: Verdammt noch mal, was soll ich hieraus lernen?
    Aus dem ruhig werden, annehmen und beginnen zu analysieren ergibt sich das neue positive.
    Wenn ich also in dieser Phase festgestellt habe, das ich immer Menschen begegnete, die meine Gutmütigkeit ausnutzen, dann habe ich mich gefragt, wieso und warum bin ich überhaupt so übernatürlich gutmütig, was kompensiere ich damit um mich dann anschließend erst einmal von gutmütigen Menschen auf Distanz zu halten bis ich in der Lage war, es heute immer noch nicht ganz bin, dem allen entgegen zu treten.

    Ferner glaube ich, die wahren Wünsche sind uns nicht bewusst und auch nicht formulierbar. Sie entwickeln sich, nach meiner Meinung, aus dem unbewussten selbständig. Allerdings, was gefordert wird, ist, dass wir ihnen den Weg frei machen müssen. Ob es berufliche oder private Trennungen oder Veränderungen, Einsichten zu Stärken und Schwächen, Loslassen und all dies ist.

    Was wir als Wünsche formulieren, sind meist, so behaupte ich, Wunschvorstellungen anderer. Ich habe mir immer gewünscht Musiker zu werden – stimmte überhaupt nicht, meine Frau hatte sich das gewünscht, dass ich das mal werde – und, ich bin es nie geworden, weil es auch nicht mein eigener, innerer Wunsch war. Deshalb sind auch sich „nicht erfüllende Wünsche“ manchmal nie die wirklich eigenen. Und das unterscheiden zu lernen, sind Prozesse. Diese sind nicht mit einem „bestellten freien Parkplatz beim Universum“ abzukürzen.

  3. Ramonaon 16 Mar 2008 at 5:55

    Hallo lieber Berend .
    Ich finde es sehr positiv , dass Du mit Deinen Worten übersetzt und versuchst , Licht in das Dunkel unserer Gedanken und Verhaltensweisen zu bringen , weiter so . ;-)

    Hallo lieber Menachem .
    Ein wirklich sehr erfreulich nachdenklicher Kommentar von Dir dazu ;-)

  4. Chrison 16 Mar 2008 at 10:52

    Hallo zusammen,

    @menachem
    Finde Deinen Kommentar sehr anregend.
    Ich habe das mit den fertigen Leitfäden und Zusammenfassungen in Büchern auch immer für mich nicht so einsehen können.
    Vor ungefähr 10 jahren habe ich dann in einem Hotel übernachtet und begann dort die Bibel zu lesen.
    Interessant fand ich später, dass alles dort was ich für wahr empfand von mir mit meinen eigenen Erfahrungen und Vorstellungen irgendwie auch einen Sinn ergab.

    Und genau das macht es aus, jeder für sich sollte seinen Sinn darin entdecken, nicht alle Menschen sind gleich und jeder hat seinen eigenen Charackter und seine eigenen Erfahrungen, die er bei der Suche nach seinem Weg natürlich mit einbeziehen muss.

    klar fragt man sich irgendwann, wenn einem ständig das gleiche widerfährt (z.B. Ausnutzung der Gutmütigkeit) was dahinter steckt, das finde ich auch richtig und gut, schließlich könnte ich mich ja gar nicht verbessern ohne diese Selbstreflektion.

    Ich habe auch dadurch gelernt, dass meine eigenen Wünsche und Visoinen, Ziele und Fähigkeiten von mir richtig eingesetzt mich auch glücklich machen.
    Also beschäftige ich mich mit dem Glück.

    Ich unterscheide auch sehr stark zwischen Wünschen und Visionen und Zielen auf der anderen Seite.
    Wünsch dir was und es wird erfüllt werden funktioniert wirklich nicht beim Universum.

    Wünsche sind im Gegensatz zu Zielen für mich nicht klar genug, nicht sehr präzise und auch nicht unbedingt erreichenswert.

    Je genauer die Vorstellung und je konkreter ich bei meinen Zielen bin, desto eher kann ich dies auch als Bestellung abschicken.
    Bei einem Versandhaus bestellst du ja auch einen konkreten Gegenstand und nichts, was irgendwie so aussieht als könnte man es als Kleidung tragen.
    Das man im Versandhaus manchmal trotzdem nichts gescheites bekommt ist ne andere Sache ;-)

    Die Unterscheidung zwischen echten Zielen und vielleicht übernommenen Wünschen anderer zeigt sich sehr schnell, denn für meine Ziele beginne ich einen Weg zu gehen, wohingegen bei mir der Wunsch eines anderen höchstens ein Innehalten hervorruft.

    Also viel Spass beim Ziele verfolgen

    chris

  5. Ramonaon 16 Mar 2008 at 16:57

    @ Chris ,
    Dein Temperament in allen Ehren,
    aber WENIGER ist oft MEHR ;-)
    Du erinnerst mich irgendwie an mich selbst..hihi :-)

  6. Chrison 18 Mar 2008 at 7:42

    @ Ramona,
    ich soll mich bremsen?
    Geht nicht, Glückshormone sind die besten legalen Drogen, die es gibt und das ohne Nebenwirkungen! ;-)

    Gut eine Nebenwirkung gibt es, manche Leute sagen mir ich soll nicht immer so gut drauf sein, oder sie bremsen mich weil ich zu temperamentvoll bin *gg*
    Ich erinner dich an dich selbst, schön, dann passen wir ja gut zusammen :-)

    OK der Rahmen hier ist etwas zu klein, um alles zu (be)schreiben, deshalb bin ich auch an der eigenen Webseite dran :-)
    Also bis bald.
    chris

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