May 18 2009

Perspektive

Published by Berend at 11:45 under Perspektive, Deutsch

Die Kathedrale von Amiens     Der Baumeister Robert de Luzarches stellte im Jahre 1220 Arbeiter für den Bau der Kathedrale von Amiens in Frankreich ein.

     Dafür rationalisierte er auch die Steinmetzerei, in der erstmals serienmäßig Quadersteine in Formen vorfabriziert wurden, damit nicht mehr jeder Stein vor Ort eingepaßt werden mußte.

     Er sah sich die Arbeitssuchenden nach Statur und Fähigkeiten an, aber stellte auch Fragen :

     “Warum willst du hier arbeiten?”

     Die meisten Arbeiter erzählten ihm, dass sie eine große Familie zu ernähren hätten, gute Maurer seien, viele Steine am Tag schleppen könnten oder das richtige Wekzeug für Tischlerarbeiten besäßen.

     Eines Tages stand ein kleiner Mann ohne Werkzeugtasche in der Schlange und sagte mit leuchtenden Augen :

     “Ich habe noch nie auf einem Bau gearbeitet, aber ich möchte Ihnen helfen, diese Kathedrale zu bauen.”

     Er wurde sofort eingestellt.

     Mit welcher Perspektive gehst du heute an die Arbeit?

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One Response to “Perspektive”

  1. Martinon 19 May 2009 at 8:48

    Moin Berend!

    Heute Morgen hatte ich die Idee, Dir eine Buchempfehlung zu schicken. Nun passt das Buch auch noch sehr gut mit Deinem Beitrag über den Bau der Kathedrale ;o)) Also war anno 1220 schon dem Baumeister klar, wie wichtig das ist, was Mitarbeiter über das Unternehmen denken/fühlen und ob sie sich mit dem Projekt verbinden. Auf den Punbkt gebracht hat das auch Götz Werner in der Diskussion um das Bedingungslose Grundeinkommen mit seiner Unterscheidung zwischen Arbeitsplätzen und Einkommensplätzen. Wie Deine Geschichte zeigt suchten auch damals schon viele nur einen Einkommensplatz… Hier mein Buchtipp für Dich:

    Wolfgang Berger: Erfolg durch Resonanz. (3. Auflage). Gabler, Betriebswirt.-Vlg März 2002 - gebunden - 257 Seiten (39,90 €)

    Business Reframing bedeutet die Neuausrichtung des inneren Schaltplans unserer Unternehmen. Wolfgang Berger, Philosoph und Ökonom, verbindet globale Managementerfahrung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und leitet daraus Perspektiven für unternehmerische Durchbrüche ab. Er stellt Modetrends im Management in Frage und formuliert zehn kühne Thesen. “Business Reframing” vermittelt erfolgreiches Management-Know-how für heute und morgen. Eine originelle, faszinierende und provokante Lektüre eines Autors, der um die Problematik unseres Geldsystems weiß und auch in diesem Bereich einen konsequentes Systemwechsel fordert.

    Ausgangspunkt für die innere Neuausrichtung von Unternehmen ist die These, dass die härteste Realität in einem Unternehmen nicht die Anlagen, Bilanzen, Patente oder Marken sind, sondern das, was die Mitarbeiter über “ihr” Unternehmen denken. Business Reframing strebt an, den Mitarbeitern einer Firma die Möglichkeit zu geben, durch ihre Arbeit vollkommenen Selbstausdruck und persönliche Weiterentwicklung zu erlangen.”

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