Oct 20 2007
Hilf Dir Selbst Und Du Hilfst Anderen, Ganz Von Selbst
“Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, um so besser wird sie bezahlt.”
[Mark Twain] (1835-1910)
Mark Twain klopfte ja gern saloppe Sprüche, aber mit diesem war es ihm ernst und er hat immer danach gelebt, an vielen verschiedenen Orten und mit dauernd wechselnden Beschäftigungen.
Sein Motto hier oben klingt zunächst ziemlich eigennützig, und doch ist er als hochgeachteter Mann gestorben, der Millionen von Menschen enorm viel gegeben hat … und durch seine Werke immer noch gibt.
Führte er sein Leben so, weil er meinte, daß andere ihn brauchten? Wollte er ihnen helfen? Ich glaube nicht - er wußte vielmehr, daß die Welt immer im Gleichgewicht ist und nichts braucht, um komplett zu sein - und wenn man das weiß, dann kann man immer das tun, was man möchte - nur weil es Freude macht.
Niemand muß etwas ganz Bestimmtes tun.
Wenn etwas getan werden muß, um die Welt im Gleichgewicht zu halten, wird die Natur immer einen Weg finden, das zu erreichen … auch ohne dich. Selbst für Aufgaben, die du als lebenswichtig ansiehst und die deiner Meinung nach niemand anders als du selbst erledigen kann wird sich ein anderer finden, wenn du aufhörst, dich darum zu kümmern.
Man sollte immer das tun, was einem am meisten Freude macht - das klingt naiv heutzutage … aber wenn es auch gut bezahlt wird? Wenn wir etwas gerne und mit Leidenschaft tun sollten wir nicht überrascht sein, wenn andere auf uns zukommen und sagen, wie sehr wir ihnen damit geholfen haben. Das passiert ganz automatisch, wir ziehen es an : was wir mit Begeisterung aus innerem Antrieb tun, ohne auf Anerkennung zu warten, das machen wir meist gut.
Und das zahlt sich aus. Wir sehen gerne auf einige Berufe als weniger bedeutend herab, während andere hohes Ansehen genießen - die Arbeit des Bauern erscheint manchen wichtiger als die des Künstlers … wir meinen, ein Angestellter kann nicht so viel bewegen wie der Chef. Warum verdienen z.B. manche Sportler und Schauspieler so viel Geld?
Jeder wird gebraucht
Aber alles hat seine Berechtigung im Leben und erfüllt eine notwendige Aufgabe als Teil des Ganzen : was wir tun ist nicht mehr oder weniger wichtig, es ist nur anders und wir können unsere Aufgaben nur dadurch vergleichen, indem wir beurteilen, wie gut wir dafür geeignet sind, wieviel Spaß sie uns machen und wie sehr wir uns wünschen, sie zu erfüllen. Jeder wird gebraucht, damit das Ganze funktioniert - was würden die Füße des Körpers ohne die Augen tun?
Mach dir keine Sorgen, wenn jemand Hilfe braucht und du möchtest oder kannst sie nicht geben. Das heißt nur, daß die Natur nicht dich, sondern jemanden anders ausgesucht hat, diese Hilfe zu leisten.
Hör auch auf zu zweifeln, ob du das Richtige machst, obwohl etwas anderes vielleicht praktischer oder lukrativer wäre - wenn kein Wunsch als Impuls vom Gehirn kommt wird ein Körperteil immer Schwierigkeiten haben, sich alleine zu bewegen.
Wünsche sind die Impulse der Natur für dich, etwas Bestimmtes zu tun. Wenn du etwas tust, weil jemand anders es will, ohne es wirklich selbst zu wollen, so hilfst du ihm nicht - du kompromittierst nur dich selbst und damit deine Fähigkeit, anderen zu helfen. Nicht ohne Grund empfehlen alle Fluglinien, in Notfällen zuerst die eigene Sauerstoffmaske aufzusetzen und erst dann dem Kind im Nachbarsitz.
Hilf dir selbst und hab Spaß bei allem, was du tust - dann hilfst du auch anderen, ganz von selbst.
Mark Twain wußte das. Du auch?







[…] ein rundum glückliches Leben führen kann - ich habe zu dem Thema neulich schon einmal etwas in “Hilf Dir Selbst Und Du Hilfst Anderen, Ganz Von Selbst” geschrieben, aber Steve’s Podcast ist viel […]
Hallo Berend,
ups ein Artikel ohne Kommentar, da scheine ich wohl nicht der einzige gewesen zu sein, der den nicht gelesen hat
Ich freue mich schon jetzt auf den Geldsegen
denn ich mache nun das wobei ich Spass und Freude habe.
Aber mal ehrlich, wer möchte nicht seine eintönige Arbeit lieber mit dem tauschen, dass er mit Herz und Liebe macht.
Die meisten entscheiden sich dann aber dafür ihre Existenz zu sichern und wenn sie dann noch genug Kraft haben, dann wird es das Hobby oder eine unbezahlte Tätigkeit wo sie sich engagieren.
Ich bin den Weg gegangen und mache das was Freude bringt.
Ob es einfach ist?
Nein, aber es macht Spass und es bringt mir viel.
Andere Menschen treten in mein Leben und bestärken mich.
Die Arbeit an diesem neuen Projekt ist keine Belastung, sondern eine Motivation. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr Motivation und Inspiration überkommt mich.
Mein motiv anderen zu helfen ist dabei sehr wichtig, aber ich bin inzwischen egoistisch genug nicht darin die eigentliche Motivation zu sehen.
Freude und Glück bei anderen zu sehen ist ansteckend und das ist für mich Antrieb genug.
Gibt es etwas schöneres als jemand, der mit “unlösbaren” Problemen zu einem kommt nach 2 Stunden vor Freude strahlend und überglücklich zu sehen?
Natürlich hast Du recht damit, dass derjenige es auch wollen sollte, sonst kann er die Hilfe eh nicht annehmen.
Ich kann Dir da voll und ganz zustimmen,
“Hilf Dir selbst und Du hilfst anderen.”
Denn noch vor einem Jahr war der Wunsch anderen zu helfen größer als alles andere.
Ich konnte aber nicht helfen und das frustrierte mich.
Aber wie sollte auch ein Blinder einem anderen Blinden das Lesen beibringen.
Also muss man zunächst bei sich selbst anfangen und das funktioniert dann auch.
Ganz von allein wird man zum Vorbild für andere, denn man hat sich ja erst einmal selbst geholfen und dann sehen die anderen einen auch mit anderen Augen.
Mir ist es etwas peinlich so was von mir zu sagen, aber warum sein Licht unter den Scheffel stellen
Also beginnt bei euch selbst!
Viele Glücksgefühle
Chris