Archive for the 'Entscheidung' Category

Jun 04 2009

Alles nur Ausreden

“Der Himmel auf Erden ist kein Ort, den du finden musst - er ist eine Wahl, die du treffen musst.”

[Dr. Wayne Dyer]

     Ihr wisst ja, dass Wayne Dyer immer noch mein Lieblingsautor ist. Er hat gerade ein neues Buch veröffentlicht, das jetzt natürlich auf meiner Wunschliste steht : Excuses Begone! - How to Change Lifelong, Self-Defeating Thinking Habits

     ‘Weg von den Ausreden’ also; als er das Buch schrieb hat er eine Umfrage gemacht : Was ist deine Ausrede dafür, dass du nicht das Leben deiner Träume führst?

     Es gab viele Antworten :

  • “Das kann ich mir nicht leisten”
  • “Das gibt Ärger mit meiner Familie”

… aber mit Abstand am meisten hörte er :

  • “Ich habe keine Zeit!”

     Wir alle haben unsere Gründe, aber letztendlich sind das alles nur Ausreden. Und wir alle benützen sie. Wenn wir überfordert sind, dann haben wir uns dafür entschieden, andere Dinge wichtiger zu nehmen und ihnen viel Zeit zu widmen.

     Vielleicht sollten wir ernsthaft in Erwägung ziehen, mal einige Prioritäten anders zu setzen : was könnte wichtiger für uns sein, als ein glückliches Leben zu führen?

     Am liebsten würde ich Wayne Dyers Buch jetzt gleich lesen; aber im Moment habe ich keine Zeit, weil noch sechs andere Bücher ungelesen im Regal stehen.

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Mar 17 2009

Fang an - jetzt gleich

Spuren im Kopf und im Schnee     Warte nicht, bis alles haargenau richtig ist.

     Die Situation wird nie perfekt für dich sein.

     Es gibt immer irgendwelche Heraus-forderungen, Hindernisse und weniger ideale Bedingungen für deinen Fortschritt.

     Na und?

     Was immer du vorhast : fang einfach an … jetzt gleich. Mit jedem Schritt wirst du stärker, geschickter, selbstbewusster … und damit erfolgreicher.

     Aber so wie ein einzelner Schritt noch keinen Weg auf der Erde bildet, so wird auch ein einzelner Gedanke noch keinen Weg in deinem Kopf formen.

     Um einen Weg zu schaffen musst du ihn beschreiten - immer wieder, erst im Kopf und dann auf der Erde.

     Dann findest du deinen Weg, indem du ihn selbst anlegst.

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Jan 27 2009

Heute und Morgen

Berend Lange : Texter, Copywriter, Übersetzungen Deutsch und Englisch     Diese Woche habe ich einige grössere Übersetzungen zu machen.

     Heute morgen daher nur ein schönes englisches Zitat von einem unbekannten Autoren, das ich am Sonntag fand und auch übersetzt habe :

Dies ist der Anfang eines neuen Tages.

Du kannst diesen Tag nutzen, wie du willst - du kannst ihn vergeuden oder etwas Gutes tun. 

Was du heute tust ist wichtig, weil du einen Tag deines Lebens dafür hergibst. 

Morgen ist dieser Tag für immer vorbei; an seiner Stelle steht dann etwas, das du hinterlassen hast … lass es etwas Gutes sein.

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Nov 04 2008

Was willst du mehr?

Mehr von allem empfangen     Epiktet war ein sehr beliebter griechischer Philosoph, über den wir nur wenig wissen - aber er soll gelähmt und unverheiratet gewesen sein und wurde fast 90 Jahre alt. Vor 2000 Jahren war das schon was.

     Ein wichtiger Aspekt seiner Lehre war nicht nur die Kenntnis, sondern auch die praktische Anwendung universeller Gesetze im täglichen Leben. Vielleicht liegt das daran, dass er zunächst Sklave im alten Rom war.

     Sind wir nicht alle irgendwie Gefangene unseres Selbst?

     Ich glaube jedenfalls, ich hätte mich gut mit Epiktet verstanden.

     Er hat neben vielen anderen wirklich schlauen Sachen auch folgendes gesagt :

Zuerst entscheide dich, was du sein möchtest;
und dann mach das, was du zu tun hast.

     Ganz einfach. Er sagte nicht : was du HABEN möchtest, sondern was du SEIN möchtest. Wenn du etwas anderes haben möchtest, musst du erst etwas anderes sein und dann etwas anderes tun.

     SEIN - TUN - HABEN … in dieser Reihenfolge, wobei das HABEN von Epiktet nicht einmal erwähnt wird, da es automatisch folgt.

     Ich finde das praktisch, weil ich verstehe, was es heisst zu SEIN : wir SIND das, was wir über uns denken. Wir sind unser Selbstbild!

     Das Sein ist also ein rein mentaler Prozess, den wir jederzeit sofort ändern können … theoretisch jedenfalls. In der täglichen Praxis ist das auch für mich nicht immer so leicht - einfach, aber nicht leicht.

     Warum eigentlich?

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Mar 07 2008

Glück oder Pech?

“Urteile nicht, dann wirst du dich nie irren.”
Jean Jacques Rousseau (1712 - 1778)

     Neulich las ich folgende alte Zen-Geschichte :

Holz im Schnee     Ein Bauer hatte ein Pferd, aber eines Tages lief es fort und der Bauer und sein Sohn mußten ihre Felder selbst pflügen. Die Nachbarn sagten : “Was für ein Pech, daß euer Pferd weggelaufen ist!” Aber der Bauer antwortete : “Pech … Glück … wer weiß?”

     Eine Woche später kam das Pferd zum Bauernhof zurück und brachte eine ganze Herde wilder Pferde mit. “So viel Glück!” riefen die Nachbarn, aber der Bauer sagte : “Glück … Pech … wer weiß?”

     Kurz danach versuchte der Sohn des Bauern, eines der wilden Pferde zu reiten - aber er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. “Oh, so ein Pech!” Die Nachbarn hatten Mitleid, aber der Bauer sagte wieder : “Pech … Glück … wer weiß?”

     Ein wenig später zog der Landesherrscher alle jungen Männer in sein Heer ein, um in die Schlacht zu ziehen. Aber den Sohn des Bauern ließen sie wegen seines gebrochenen Beins zu Hause : “Was für ein Glück, daß dein Sohn nicht in die Schlacht ziehen muß!” freuten sich die Nachbarn. Aber der Bauer bemerkte nur : “Glück … Pech … wer weiß?”

     Alles im Leben hat seine zwei Seiten, das sollten wir nie vergessen.

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Jan 18 2008

Willst Du Mehr Freiheit?

“Die meisten Menschen wollen ihre Freiheit nicht wirklich, weil Freiheit Verantwortung einschließt und sie Angst vor der Verantwortung haben.” 

(Sigmund Freud) [1856-1939]

Sigmund Freud     Mehr persönliche Freiheit steht wohl bei uns allen ganz oben auf der Wunschliste, bei mir auch. Das heißt doch, daß wir noch nicht genug davon haben; nur Geld genießt einen ähnlichen Stellenwert in unserer westlichen Gesellschaft.

     Früher dachte ich immer, daß Freiheit bedeutet, alles tun zu können, was man will.

     Das ist lange her, und es stimmt nicht - eben weil wir die volle Verantwortung übernehmen müssen für alles, was wir selbst entscheiden … und wir werden früher oder später auch zur Verantwortung gezogen für alles, was wir tun - im Guten wie im Bösen, viele sagen ‘Belohnung’ oder ‘Strafe’ dazu.

     Aber wir werden eben nicht für, sondern durch unsere Sünden bestraft und unseren Lohn erhalten wir nicht für, sondern durch das, was wir aus freien Stücken und mit gutem Gewissen tun.

     No such thing as a free lunch, then. Die totale Freiheit gibt es nicht so, wie wir sie uns vorstellen - wir können uns ihr nur nähern.

     Der Wert der Freiheit liegt vor allem darin, nicht tun zu müssen, was man nicht tun will. Das ist ein großer Unterschied … solange es nichts mit bloßer Faulheit zu tun hat.

     Sobald wir eine bewußte Entscheidung gegen etwas treffen, was wir nicht mit unserem Gewissen vereinbaren können, laufen wir keine Gefahr, in Form von unerwünschten Konsequenzen zur Verantwortung gezogen zu werden.

     Und wie passen Unterlassungssünden da hinein? Sehr richtig : jeder Mensch ist auch schuldig für all das Gute, das er nicht tut.

     Überleg dir genau, wieviel ‘Freiheit’ du dir wünscht - die andere Seite dieser Münze heißt ‘Verantwortung’.

     Aber wenn du wirklich mehr Freiheit willst, übernimm einfach erst mehr Verantwortung.

     Sigmund Freud wußte das.

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Jan 15 2008

Kollisionskurs

Published by Berend under Entscheidung, Macht, Humor, Deutsch

Wal     Heute mal wieder etwas Humor im KOMPASS.

     Der folgende Sprechfunk-Dialog zwischen einem US-Amerikanischen Marineschiff und der Kanadischen Küstenwache soll tatsächlich im Oktober 1995 vor der Küste Neufundlands stattgefunden haben.

     Er erinnert mich nicht nur an das typische Benehmen in der Amerikanischen Außenpolitik, sondern auch an den täglichen Kampf des egozentrischen menschlichen Willens mit den universellen Gesetzen :

Amerikaner : “Bitte ändern Sie Ihren Kurs um 15 Grad nach Norden, um eine Kollision zu vermeiden.”

Kanadier : “Empfehlen, Ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern, um Kollision zu vermeiden.”

Amerikaner : “Hier spricht der Kapitän eines US-Marine-Schiffs. Noch einmal : ändern Sie IHREN Kurs.”

Kanadier : “Nein. Noch einmal : ändern Sie IHREN Kurs.”

Amerikaner : “DIES IST DER FLUGZEUGTRÄGER USS LINCOLN, DAS ZWEITGRÖSSTE SCHIFF DER US-ATLANTIK FLOTTE. WIR HABEN DREI ZERSTÖRER, DREI KREUZER UND MEHREREN BEGLEITSCHIFFE BEI UNS. ICH VERLANGE, DASS SIE IHREN KURS UM 15 GRAD NACH NORDEN ÄNDERN - ANDERNFALLS WERDEN GEGENMASSNAHMEN ERGRIFFEN, UM DIE SICHERHEIT DIESES SCHIFFES ZU GEWÄHRLEISTEN.”

Kanadier : “Dies ist ein Leuchtturm. Entscheiden Sie sich.”

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Dec 14 2007

Warum Passieren Guten Menschen Schlimme Dinge?

Mahatma Gandhi     Das wohl die Frage, die in philosophischen Diskussionen immer noch am häufigsten und heftigsten debattiert wird … ohne Konsens, soweit ich weiß.

     Warum passieren guten, wohlmeinenden und anständigen Menschen immer wieder katastrophale Dinge im Leben?

     Wie kommt es, daß unschuldige Kinder auf grausame Weise sterben müssen? Daß hunderte von unbeteiligten Zuschauern oder Passanten von Bomben zerrissen werden?

     Wie darf es angehen, daß tausende von fleißigen Angestellten innerhalb von Minuten ohne ihr eigenes Zutun unter einem Bürohochhaus begraben werden?  Oder zig-tausende Küstenbewohner auf der halben Welt von einer Flutwelle überrascht im Meer ertrinken?

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Nov 22 2007

Welche Richtung?

     An jeder Kreuzung oder Abzweigung im Leben gibt es mindestens zwei Richtungen, zwischen denen du wählen mußt :

  1. eine, in die du gehen ’solltest’, und

  2. eine, in die du gehen ‘möchtest’.

     Nimm die zweite. Immer.

     Manchmal habe ich die erste genommen. Früher oder später stellte sich dann heraus, daß die andere besser gewesen wäre.

     Aber manchmal muß man eben Umwege machen, um das zu lernen.  

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Nov 16 2007

Verdienst Du, Was Du Dir Wünscht?

“Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe,
als sie verdienen.”
[Marie von Ebner-Eschenbach] (1830 - 1916)

     Man möchte ihr hier gerne zustimmen, eben weil es so furchtbar viel Lieblosigkeit auf der Welt gibt - aber trotzdem liegt Marie von Ebner-Eschenbach ganz schief in diesem Zitat.

     Sie geht nämlich von einer falschen Voraussetzung aus, die allerdings sehr weit verbreitet ist : daß man sich verdienen muß, was man sich wünscht. Auch ich kann mich nicht ganz davon freimachen … aber ich versuche es, wo immer ich kann.

  • “Wenn ich hart arbeite verdiene ich, wohlhabend und erfolgreich zu sein.”
  • “Ich bin ein feiner Kerl und daher steht mir die Freundschaft meiner Mitmenschen zu.”
  • “Das hast du dir verdient” ist als Lob und Anerkennung gemeint.

     Aber wer (X) entscheidet eigentlich, ob ich ein feiner Kerl bin oder wieviel ich leisten muß (Y), bis mir etwas Bestimmtes zusteht (Z)? Meine Freunde, oder mein Boss? Meine Eltern? Der Bundespräsident vielleicht … ein Institut für Meinungsforschung … die Werbeindustrie - siehst du, wie lächerlich der ganze Gedanke ist?

     Es gibt keine mathematische Formel Z=XY².

     Wenn überhaupt jemand eine Entscheidung über dich fällen muß, dann du selbst - letztendlich ganz alleine.

Brauchen wir Applaus von anderen?     Aber wir haben fast alle der Gesellschaft eine Vollmacht gegeben und unterwerfen uns oft ihrem Urteil, indem wir auf ihre Zustimmung hoffen oder auf ihre Ablehnung reagieren. Niemand ist kompetenter als wir selbst, wenn es um unser Leben geht … und es geht jeden Tag buchstäblich um unser Leben!

     Niemand muß sich verdienen, was er sich wünscht !

     Jedem steht alles zu, was er sich wünscht allein aufgrund der Tatsache, daß er Mensch ist. Es gibt keine Instanz, die darüber entscheidet, ob wir gute oder böse, produktive oder unnütze Menschen sind - aber wenn wir das glauben, dann handeln wir danach und geben diese Entscheidung bereitwillig aus der Hand.

     Viel zu häufig erlauben wir anderen, unseren Wert nach ihren Maßstäben zu beurteilen.

     Dieser Mangel an Selbstvertrauen ist wohl das größte Hindernis dafür, daß sich das Gesetz der Anziehung bei uns voll entfalten kann : sobald wir unseren einzigartigen Wert als Mensch erkennen brauchen wir uns nichts mehr zu verdienen - dann dienen wir mühelos mit dem, was wir sind … und haben alles, was wir wollen.

     Geht es dir auch so, daß du dich von den Erwartungen anderer häufig bedrängt fühlst? Verstehst du, was ich meine?

     Trag dich im KOMPASS ein, wenn dir dieser Artikel gefallen hat - dann verpaßt du den nächsten nicht.

SiteKist

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